Redaktion Terrassenüberdachung Erlangen · Inhaltlich geprüft · Zuletzt aktualisiert: 22.10.2026
Kurz gesagt: Ein vorhandenes Terrassendach lässt sich fast immer nachträglich beschatten. Unter Glas passt die Unterglasmarkise, für starken Hitzeschutz die Aufdachmarkise, für seitliche Sonne Plissee oder Senkrechtmarkise. Wichtig sind Tragfähigkeit der Profile, Antrieb und ein Windsensor. Wir prüfen das beim Aufmaß an Ihrem Dach.
Beschattung für Ihr Dach anfragen
Wir schauen uns Ihr bestehendes Terrassendach an und sagen Ihnen, welcher Sonnenschutz darauf passt.
Viele Terrassendächer entstehen im Frühjahr und zeigen im ersten Hochsommer ihre Schwäche: Unter dem Glas wird es heiß, die Möbel bleichen aus, der Sitzplatz bleibt mittags leer. Die gute Nachricht ist, dass Sonnenschutz nicht zum Neubau gehören muss. Auf unserer Seite zur Beschattung in Erlangen finden Sie die Systeme im Überblick, hier geht es um den Fall, dass das Dach schon steht.
Warum der Sonnenschutz am Terrassendach oft nachträglich kommt
Zwei Gründe tauchen immer wieder auf. Erstens wird beim Kauf zuerst die Konstruktion gewählt, die Beschattung dagegen aufgeschoben, um das Budget zu schonen. Zweitens zeigt sich der Bedarf erst im Betrieb, wenn die Sonne im Juli in den Raum fällt. Beides ist normal und gut lösbar.
Eine Unterglasmarkise nimmt die Sonne, ohne die Dachkonstruktion zu verändern.
Markise nachrüsten: Unterglas, Aufdach, Plissee und Senkrechtmarkise
| System | Sitzt | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|
| Unterglasmarkise | unter dem Dach | wetterfest, dezent | Wärme bleibt unter dem Glas |
| Aufdachmarkise | auf dem Dach | stärkster Hitzeschutz | Wind und Wetter ausgesetzt |
| Plissee | unter dem Dach | flexibel, schräg verlaufend | weniger Hitzeschutz |
| Senkrechtmarkise | an der Seite | Blendschutz bei tiefer Sonne | braucht Wandanker |
Das Sonnensegel taucht als Alternative auf, ist aber eher ein freies Element im Garten und kein Teil des Daches. Als Ergänzung für große Terrassen kann es sinnvoll sein.
Welcher Sonnenschutz passt zu welchem Dach?
- Glasdach: Unterglasmarkise oder Aufdachmarkise, beide mit hoher Wirkung. Der Sparrenabstand legt die Führungsschienen fest.
- Stegplatten: Eine Unterglasmarkise darf hier nur nach Prüfung montiert werden, weil Kunststoffplatten Wärme anders aufnehmen.
- Lamellendach: Die Lamellen beschatten selbst. Ein Zusatz ist meist nur als Senkrechtmarkise an der Seite nötig.
- Holzdach: Befestigungen gehören auf Balken und Sparren, nicht auf die Eindeckung.
Was sich nachrüsten lässt – und was vorher geklärt werden muss
Vor jeder Nachrüstung gehen wir diese Punkte durch:
- Tragen Sparren und Pfetten die zusätzliche Last der Führungsschienen?
- Wie breit ist der Behang, und passt er zwischen die Pfosten?
- Wo kommt der Strom her, wenn der Antrieb elektrisch sein soll?
- Behindert der Markisenkasten Rinne oder Fallrohr?
- Greift die Gewährleistung des Dachherstellers, wenn Dritte Teile anbringen?
Hinweis: Bei Dächern anderer Hersteller klären wir die Befestigung mit dem Systemgeber ab, damit Garantie und Statik nicht nachträglich leiden.
Antrieb, Sensorik und Steuerung beim Sonnenschutz
Handkurbel, Motor mit Schalter oder Funk-Steuerung: Für kleine Behänge reicht die Kurbel. Sobald das Tuch größer wird, spart der Motor Kraft. Ein Windsensor fährt die Aufdachmarkise bei Böen automatisch ein, ein Sonnensensor öffnet sie bei Einstrahlung von selbst.
Wer später ein Smart-Home aufbaut, wählt gleich einen Antrieb mit Funkschnittstelle. Die elektrische Zuleitung verlegt eine Elektrofachkraft; wie sich Strom ins Dach bringen lässt, beschreibt der Ratgeber zur Beleuchtung.
Stoffe & Farben: was die Tuchwahl ausmacht
Transparenz, Hitzeschutz und Optik
Dichte Stoffe schirmen mehr Hitze ab, nehmen aber Licht. Lichtdurchlässige Gewebe halten den Blick nach draußen offen und lassen Tageslicht hinein, schützen jedoch weniger.
Helle Töne reflektieren Wärme, dunkle schlucken Licht und blenden weniger. Die Farbe des Tuchs sollte zu den Profilen passen; bei Anthrazit-Rahmen wirken Grau- und Sandtöne ruhig.
Sonne und Hitze in Erlangen: warum die Beschattung zählt
Erlangen hat ein gemäßigtes Klima mit kontinentalem Einschlag: rund 645 mm Niederschlag im Jahr und im Mittel 4,6 Sonnenstunden pro Tag (Quelle: Wikipedia, abgerufen 22.10.2026). Im Sommer fällt die Sonne gerade mittags steil auf Südterrassen, wie sie am Burgberg, in Sieglitzhof oder in den Reihenhauszeilen von Büchenbach häufig sind.
In Regnitz- und Schwabachnähe bringen Herbst und Winter dagegen oft Nebel. Dann zählt weniger die Beschattung als der Schutz der Textilien: Ein eingefahrener Behang in der Kassette bleibt trocken und trägt weniger Schimmel.
Festpreis nach Aufmaß
Wir nehmen Ihr Dach auf und nennen die Beschattung mit Montage als eigenen Posten.
So läuft die Nachrüstung bei uns ab
- Fotos oder Termin vor Ort, wir sehen uns Dach, Profile und Anschlusssituation an
- Empfehlung für ein System samt Antrieb und Sensorik
- Angebot mit Material und Montage als getrennte Posten
- Montage und Funktionsprüfung, bei Motor mit Einweisung
Planung und Ausführung liegen bei einem Ansprechpartner. Ein Schaden an der bestehenden Eindeckung entsteht so nicht, weil die Befestigung vorher abgestimmt wird.
Häufige Fragen zum Nachrüsten von Sonnenschutz
Lässt sich eine Markise an einer bestehenden Terrassenüberdachung nachrüsten?
Ja, bei den meisten Dächern funktioniert das. Entscheidend sind Dachart, Profilgeometrie und Aufbauhöhe. Unterglasmarkisen lassen sich an Sparren von Glasdächern einhängen, Aufdachmarkisen sitzen auf der Eindeckung. Bei Stegplatten klären wir vorab, ob die Unterkonstruktion die zusätzlichen Kräfte trägt. Das prüfen wir am Aufmaß.
Welche Markise passt unter ein Glasdach?
Am häufigsten kommt die Unterglasmarkise zum Einsatz. Sie liegt unter dem Glas, ist vor Regen geschützt und hält die Hitze nicht direkt vom Dach fern. Wer maximalen Hitzeschutz sucht, wählt eine Aufdachmarkise auf dem Glas. Sie fängt die Sonne ab, bevor sie das Glas erwärmt, und ist dafür dem Wetter ausgesetzt.
Wie viel Sonne gibt es in Erlangen, ist Beschattung überhaupt nötig?
Ja. Erlangen kommt im Jahresmittel auf rund 4,6 Sonnenstunden pro Tag bei etwa 645 mm Niederschlag (Wikipedia, abgerufen 22.10.2026). Die Sommer sind trocken und sonnig, ein Glasdach heizt sich deshalb stark auf. Eine Beschattung verlängert die Nutzbarkeit der Terrasse in den Mittagsstunden deutlich.
Elektrisch oder mit Kurbel: was ist sinnvoller?
Ein Motor lohnt sich bei größeren Flächen und schwer erreichbaren Behängen. Er läuft per Schalter, Funk oder App und lässt sich mit einem Sonnen- oder Windsensor koppeln. Eine Kurbel genügt bei kleinen, gut erreichbaren Markisen. Wer später aufrüsten möchte, plant den Stromanschluss gleich mit. Der Anschluss selbst gehört in Elektrofachhand.
Hält eine Markise Wind und Regen aus?
Nur bedingt. Aufdachmarkisen sind für Wind begrenzt ausgelegt und sollten bei Sturm eingefahren werden, ein Windsensor übernimmt das automatisch. Unterglasmarkisen liegen geschützt unter dem Dach und sind dadurch weniger anfällig. Gegen Dauerregen schützt in beiden Fällen das Dach, nicht das Tuch.
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